„Dir sid nët vergiess!“

„Dir sid nët vergiess!“ – Das Konzentrationslager Hinzert (2018)

Dokumentarfilm, Farbe & schwarz-weiß, Stereo
Kinofassung: 69 min. / DVD-Fassung: 78 min.
Master-Thesis im Rahmen des Studiums der „Zeitbasierten Medien“ an der Hochschule Mainz

Hinzert, ein Dorf inmitten des Hunsrück, 20 Kilometer südöstlich der Stadt Trier gelegen. Abseits der Ortschaft befand sich während der Nazi-Diktatur ein Konzentrationslager, in dem es auch zu Massenexekutionen kam. Der Dokumentarfilm „Dir sid nët vergiess!“ begleitet eine luxemburgische Schülergruppe während einer Besichtigung der heutigen Gedenkstätte. Wie begegnen die Jugendlichen den Gräuel der Vergangenheit? Welche Lehren ziehen sie aus der Geschichte? In die Begleitung werden Interviews mit Historikern und Zeitzeugen, darunter einer der letzten Überlebenden des KZ Hinzert, eingebettet. Dabei wird deutlich, dass es sich zwar um ein vergleichsweise kleines Lager handelte, welches jedoch über einige Besonderheiten verfügte, die es innerhalb des deutschen Lagersystems einzigartig machten.

Eine Produktion des Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V. in Kooperation mit dem Institut für Mediengestaltung
und dem Studiengang Zeitbasierte Medien an der Hochschule Mainz,
gefördert durch die LOTTO Rheinland-Pfalz Stiftung und die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur.
Mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.

Eine DVD-Edition des Films wird im Verlag des Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V. erscheinen.

Regie-Kommentar
Angesichts des weltweiten Erstarkens antidemokratischer und rechtspopulistischer Kräfte ist die Gedenkarbeit samt der Aufklärung über Faschismus und Rassismus heute wichtiger denn je. Der Film ist ein Plädoyer für das Erinnern und die politische Bildung. Dabei war es mir eine große Ehre, einen der letzten Überlebenden des KZ Hinzert, der zuvor noch nie interviewt worden war, im Rahmen des Projektes treffen zu dürfen. In naher Zukunft wird es leider keine Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mehr geben, die uns ihre Geschichten unmittelbar schildern können. Umso wichtiger werden dadurch die Arbeit von Gedenkstätten und auch die filmischen Zeugnisse.